
Die deutsche Männer-Nationalmannschaft steht vor dem absoluten Saisonhighlight: Die Teilnahme an den Olympischen Spielen. 13 Spieler kämpfen in Paris um Edelmetall für Deutschland. Einer der Olympioniken ist UNSer Tobias Brand.
Der rasante Aufstieg geht in seine nächste Runde. 2019 schlug er erstmals in der Bundesliga auf, feierte 2022 sein Debüt in der Nationalmannschaft, wurde im selben Jahr zum Volleyballer des Jahres gekürt. Im vergangenen Jahr wechselte er nach Polen und nun geht es nach Paris zu den Olympischen Spielen.
Mit etwa sieben Jahren begann er mit Volleyball. Anfangs gefiel ihm das eigentlich gar nicht so gut. Als es dann besser funktionierte, kam auch der Spaß dazu. „Irgendwann schielt man dann natürlich auf Olympia, das ist schließlich der Traum eines jeden Sportlers“, sagt er.

Tobis Weg des Außenangreifers war da schon außergewöhnlich. Er sah nie ein Volleyball-Internat und spielte auch nie für eine deutschen Nachwuchs-Auswahl. Stattdessen kämpfte er sich auf seinem eigenen Weg durch. „Das erreicht man nur, wenn man dranbleibt – und mit ein bisschen Glück, denn die Strukturen haben bei mir immer gestimmt“, sagt Tobi.
Im letzten Sommer musste er einen kleinen Rückschlag verkraften. Er wurde für die EM und die Olympia-Qualifikation nicht nominiert. Das war für ihn sehr schwierig, wie er gestand, weckte jedoch auch seinen Ehrgeiz. Also strengte er sich noch mehr an und biss sich durch.
Sein Wechsel nach Polen half ihm dabei. Sich in einer der stärksten, wenn nicht gar der stärksten Liga der Welt durchzusetzen, brachte ihm nochmals einen Schub. „Körperlichkeit, Risikobereitschaft und Durchschlagskraft haben sich sehr verbessert“, meint er.
Nun richtet sich sein Blick voller Vorfreude nach Paris. Wir wünschen ihm und unserer Nationalmannschaft natürlich maximalen Erfolg, aber auch, dass er das größte Event, das ein Sportler erleben kann, genießt, und er viele schöne Eindrücke mit nach Hause nimmt.
Text: Dirk Epperlein
Fotos: volleyballworld
