Ein Sportjahr mit Licht und Schatten liegt hinter dem TV Nieder-Olm: Die Männermannschaft der Volleyballer in der Spielgemeinschaft mit Undenheim und Schornsheim schaffte den Durchmarsch und stieg von der Regionalliga in die 3. Liga auf; die 1. Männermannschaft Handball stieg aus der Oberliga ab; die männliche C-Jugend Handball qualifizierte sich für die Oberliga; die Ü 45 Indiaca Mannschaft wurde 7. bei den Deutschen Meisterschaften. Nur einige der sportlichen Ereignisse zählte der 1. Vorsitzende Reinhard Schmitt bei der Mitgliederversammlung des TV auf. „Ganz besonders gefreut hat mich der Erfolg bei dem Sportabzeichen. Wir sind der Großverein in Rheinhessen, bei dem prozentual die meisten Mitglieder das Sportabzeichen gemacht haben.“

Fast 2000 Mitglieder

Ein Jahr vor dem Jubiläum „125 Jahre TVNO“ steht der Verein insgesamt gut da – mit fast 2000 Mitgliedern, mehr als 100 Übungsleitern, einem funktionierenden Sportangebot und vielen Plänen für die Zukunft. Denn: „Dem Turnverein stehen, wie allen anderen Sportvereinen, massive Veränderungen bevor. Das ergibt sich aus den Entwicklungen in unserer Gesellschaft auf die wir keinen Einfluss haben, denen wir uns aber stellen müssen: Demographischer Wandel, Wertewandel in unserer Gesellschaft, veränderte Arbeitswelt und Familienstrukturen, Engagement im Ehrenamt, Kommunikationsverhalten, Ganztagsschulen – um nur einige zu nennen“, sagte Schmitt im Rechenschaftsbericht.

Auf der Suche nach einer Heimat

Der TV arbeite deshalb daran, den Verein weiterzuentwickeln. So wird weiterhin versucht eine feste Heimat zu finden, ein Sportheim oder eine Geschäftsstelle. Auch werden die Kursangebote ausgebaut, was einerseits zu einem Anstieg der Mitgliederzahlen beitrage, andererseits aber auch die Hallenkapazitäten an den Rand des Möglichen bringe – zumal die Sporthallen erst ab 17 Uhr zur Verfügung stehen. Kooperationen gibt es mit Kindergärten und Schulen, ebenso mit Eckes/Granini. In den Schulen und Kitas sind hauptsächlich FSJler aktiv. Ab dem 1. September wird diese Aufgabe von Till Fichtelberger übernommen.

Führung professionalisieren

Auch die Führungsstruktur der Zukunft thematisierte Schmitt: „Wir sprechen seit einiger Zeit von der Professionalisierung unserer Arbeit.  Das bedeutet, wir müssen in einigen Jahren für die Vereinsführung im weitesten Sinne vermutlich deutlich mehr Geld aufwenden.“ Nach den Erfahrungen der letzten Jahre werde es nicht möglich sein, in Zukunft einen Vorstand auf rein ehrenamtlicher Basis zu finden. Zumal die Anforderungen und Erwartungen steigen würden. „Vor diesem Hintergrund müssen wir in der nächsten Wahlperiode eine zukunftsfähige Führungsstruktur entwickeln, die teilweise bezahlte Geschäftsführung stärken, den einzelnen Vorstandsmitgliedern Geschäftsbereiche zuordnen.“ Vielleicht gelinge es so auch wieder jüngere noch im Berufsleben stehende Mitglieder zur Mitarbeit zu bewegen. „Ich halte die skizzierte Entwicklung für alternativlos, wenn wir den Turnverein als Mehrspartenverein erhalten wollen“, sagt Schmitt, der mit seinem komplett einstimmig wiedergewählten Team im geschäftsführenden Vorstand diese Zukunft gestalten will. Zur Seite stehen ihm dabei auch weiterhin Mathias Solms und Mainrad Linnebacher (2. Vorsitzende), Helmut Schmitt (Schatzmeister), Matthias Merz (Schriftführer).

Eckpunkte im Jubiläumsprogramm 

Für das Jubiläum im nächsten Jahr nannte Schmitt den Mitgliedern bereits einige Eckpunkte: So wird eine Litfaßsäule mit Veranstaltungshinweisen in diesem Oktober auf dem Rathausplatz installiert. Der Weihnachtsmarkt am 1. Advent 2017 steht ebenfalls schon im Zeichen des Festjahres, ebenfalls die Teilnahme am Fastnachtsumzug. Weiterhin gibt es einen Straßenlauf mit Bewirtung und Ausstellung rund um den Rathausplatz am 27. Mai, ein Kinderspielfest auf dem IGS Gelände am10. Juni, die Jubiläumsfeier in der Ludwig-Eckes-Halle am 17. Juni, eine Jubiläumsschrift und viele sportliche Aktivitäten in den Abteilungen. „Nach wie vor versuchen wir unser Jubiläum kostenneutral zu gestalten. Dazu brauchen wir noch einiges an Geld und hoffen dabei auf die Unterstützung von Sponsoren.“

 

Eine Vielzahl von Ehrungen standen ebenfalls auf dem Programm:

Seit 25 Jahren im Verein sind: Bernd Bauer, Walter Becker, Sybille Bernstein, Irene Brinkmann, Frank Datz, Reinhold Eppelmann, Johannes   Fieber, Sabrina Friedrich, Monika Frommann, Sabine Gross, Florian Hoffmann, Marius Kuhl, Marvin Linnebacher, Angelika Schneckenburger, Jens Thomer, Carsten Uhrig.

40 Jahre TV-Mitglied sind: Anette Haug, Rosemarie Jung, Bernd Schwarz, Karl-Heinz Stauder, Simone Uhrig.

Für 50 Jahre geehrt wurden: Oliver Aich, Maria Aich, Stephan Debo, Gunther Pengel, Franz-Josef Schatz, Georg Schatz, Peter Schmitt.

Schon 60 Jahre im TV ist Rosemarie Faust, und sogar 65 Jahre haben Markus Koch; Adalbert Layer und Friedrich Sassenroth.

Für ihre Treue zum Verein ehrte der Vorsitzende einige Mitglieder. Unser Bild zeigt von links: Peter Schmitt (50 Jahre), Bernd Schwarz (40 Jahre), Adalbert Layer (65 Jahre), Anette Haug (40 Jahre), Friedrich Sassenroth (65 Jahre), Reinhard Schmitt (Vorsitzender) Maria Eich, Oliver Eich (beide 50 Jahre), Rosemarie Faust (60 Jahre), Bernd Bauer, Irene Brinkmann (beide 25 Jahre) sowie Rosemarie Jung (40 Jahre) . Foto: TV/Bardo Faust

 

Ein Jahr vorm Jubiläum: TV blickt auf Zukunft voller Herausforderungen – Schmitt bleibt Vorsitzender